Mittwoch, 14.10.2009

Auf Stelzen durch Berlin

Zu den Wahrzeichen der Hauptstadt gehört auch die Hochbahn. Anfangs sorgten sich viele Berliner um das Stadtbild, doch die Verkehrsprobleme mussten in Angriff genommen werden. 1902 wurde die erste elektrische Untergrundbahn eingeweiht, damals nur in einem kleinen Teilabschnitt unterirdisch. Der überwiegende Teil wurde, vor allen Dingen aus Kostengründen, oberirdisch ausgeführt.

Die so genannte Stammlinie verlief ausgehend von der Warschauer Brücke über die Oberbaumbrücke entlang der alten Akzisemauer. Die Strecke reichte bis zum Potsdamer Bahnhof, im Westen bis zum Bahnhof Zoologischer Garten. Bahnhöfe wie Hallesches Tor oder Gleisdreieck lagen auf der Stammlinie. Eine Besonderheit war der Bahnhof Möckernbrücke. Bedingt durch seine Lage über dem Landwehrkanal musste er leicht gekrümmt gebaut werden. Die leichte Hallenkonstruktion aus Glas und Metall wurde relativ schlicht gehalten, verzichtete auf die bei anderen Hochbahnhöfen übliche Arkadengliederung der Glasseitenwände und die dazu gehörenden Schmuckelemente.

Heute verläuft die Linie U1 über eine Strecke von 8,8 Kilometern. Sie fährt in Ost-West-Richtung von Warschauer Straße bis Uhlandstraße.