Dienstag, 03.06.2008

Checkpoint Charlie: Heute eine Sehenswürdigkeit

Die Friedrichstraße, eine der berühmtesten Straßen Berlins, verläuft vom Kreuzberger Mehringplatz bis zu ihrem nördlichen Endpunkt in Mitte am Oranienburger Tor. In der Zeit des kalten Krieges wurde die Friedrichstraße durch den Kontrollpunkt Checkpoint Charlie getrennt. Die Kontrolle verantworteten die amerikanischen Alliierten. Neben Charlie gab es noch die US-Grenzkontrollpunkte Helmstedt-Marienborn (Checkpoint Alpha) und Dreilinden-Drewitz (Checkpoint Bravo). Checkpoint Charlie durfte nur von Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden.

Der Checkpoint hat heute seinen Schrecken verloren und gilt mittlerweile als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Von Schlagbäumen, Schikanen und Wachtürmen ist 2008 nichts mehr zu sehen. Eine Nachbildung des Wachhäuschens und ein Schild mit der Aufschrift "You are leaving the American Sector" erinnern aber auf eindringliche Weise an die Funktion des früheren Übergangs. Der Ort ist ein lebendiges Zeugnis der deutschen Geschichte. Hier treffen sich Touristen und Berliner, hier kann man heute seinen Reisepass von (als Soldaten) verkleideten Schauspielern mit einem nachgemachten Stempel versehen lassen, das Mauermuseum besuchen oder typische Berlin-Souvenirs kaufen.