Montag, 07.11.2011

Lebendiges Denkmal

Er war einer der ersten U-Bahnhöfe Berlins und wurde bereits 1902 in Betrieb genommen: der U-Bahnhof Hallesches Tor. Auf der Ost-West-Linie verkehrten damals die Züge zwischen den Endpunkten Warschauer Brücke und Zoologischer Garten.

Direkt am parallel verlaufenden Landwehrkanal gelegen, war er zunächst nur als Hochbahnhof konzipiert. Die Architekten Hermann Solf und Franz Wichards dachten sich eine Stilmischung aus Neobarock und Neorenaissance aus. Neben der Eisen-Glas-Konstruktion verwendeten sie einen hellen Stein. Die weit über den Landwehrkanal herausragende Bahnhofshalle wurde der Biegung des Kanals angepasst und wurde leicht rund geformt. Teilweise mussten Stützen des Unterbaus wegen des schmalen Baugrunds im Bett des Landwehrkanals gegründet werden.

Der Hochbahnhof wurde im Zuge der Erweiterung des Streckennetzes 1923 durch einen unterirdischen Bahnhof ergänzt. Die damalige Linie C konnte durch eine Umsteigemöglichkeit erreicht werden. Hierfür wurde ein langer Verbindungstunnel für die Fahrgäste gebaut. Heute kreuzen am Bahnhof Hallesches Tor die Linien U1 und U6.