Freitag, 26.02.2010

Zwölf Statuen und eine Domspitze

Auf einem acht Meter hohen Sockel krönt das 19 Meter gen Himmel ragende Denkmal des Baumeisters und Architekten Karl Friedrich Schinkel seit fast 190 Jahren den Kreuzberg. Ursprünglich plante Schinkel einen gotischen Dom, der aber aus Kostengründen nie verwirklicht wurde. Statt dessen wurden nur die Domspitze und zwölf an die Befreiungskriege erinnernde Statuen realisiert. Auf der Spitze trägt das Denkmal ein eisernes Kreuz - bis heute ist dies der Namensgeber des Bergs und des Bezirks.

Der zu den Tempelhofer Bergen gehörende Kreuzberg wurde in den vergangenen 500 Jahren unterschiedlich genutzt. Über 200 Jahre lang versuchte man sich hier mehr oder weniger erfolglos im Weinbau, ab 1740 gab es Ackerbau.

Erst später wurde der Kreuzberg zur Ausflugsattraktion. Besonders das Schinkelsche Denkmal wirkte auf die Berliner sehr anziehend. In der Folge entstand auch der Vergnügungspark Tivoli und 1857 die "Berliner Brauerei-Gesellschaft Tivoli". Den endgültigen Durchbruch als Ort der Freizeit und des Vergnügens schaffte der Berg durch den Viktoriapark. Er zählt bis heute neben dem Tiergarten, dem Humboldthain und dem Volkspark Friedrichshain zu den beliebtesten und größten Volksparks aus dem 19. Jahrhundert.