Freitag, 06.11.2009

Große Kunst in kleiner Form

Kabarett gibt es in Berlin seit 1901. Erfunden wurde es etwa 20 Jahre zuvor in Paris und avancierte dort schnell zum abendlichen Vergnügen der Bohemiens. In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebte das Kabarett in Berlin, angetrieben durch herausragende Autoren wie Kurt Tucholsky, einen wahren Ansturm. Während der NS-Zeit war es offiziell verpönt. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es allerdings für das deutsche Kabarett als Ausdrucksmittel der wieder erlangten Freiheit eine unbeschreibliche Renaissance.

Noch immer führt Berlin die deutsche Kabarettszene an. Doch ist inzwischen die politisch-satirische Form des Kabaretts merkbar hinter die Unterhaltung zurück getreten. Doch nach wie vor wird ein kritisches und freches Abbild der Gegenwart und seiner Akteure geboten.

In Kreuzberg gehört das Mehringhof-Theater zu den Institutionen des Kabarett. Seit 1985 können hier 250 Besucher an fünf Abenden der Woche professionelles und engagiertes Kabarett erleben. Das Haus bindet mittlerweile ein breites Stammpublikum, gilt aber auch als Tipp für zahlreiche Berlinbesucher. Sowohl unbekannte Künstler als auch Kabarett-Prominenz sorgen für ein abwechslungsreiches Programm.

Mehringhof-Theater
Gneisenaustraße 2a
10961 Berlin
Telefon (030) 691 50 99

www.mehringhoftheater.de