Dienstag, 22.07.2008

"Typisch! Klischees von Juden und Anderen"

Das Jüdische Museum in Berlin-Kreuzberg gehört zu den lebendigsten und abwechslungsreichsten Museen in der Hauptstadt. Neben Ausstellungen gibt es

einen bunten Veranstaltungskalender mit Kinderprogramm, Workshops, Fortbildungen und vieles mehr.

Noch bis zum 3. August kann man die Ausstellung "typisch! Klischees von Juden und Anderen" besuchen. Die Schau unternimmt eine Reise in die Welt der Bilder, mit deren Hilfe wir uns tagtäglich orientieren. Sie versucht zum Beispiel folgende Fragen zu beantworten: Sind Schwarze die besseren Athleten? Haben Schwule einen ausgeprägten Sinn für Kunst? Sind Pfeifenraucher gemütlich und haben Juden lange Nasen? Die Ausstellung zeigt Gegenstände, Fotografien und audiovisuelle Objekte, die Menschen darstellen oder etwas über sie aussagen sollen, und untersucht, wie populärkulturelle Objekte, Nippes und historische Sammlerstücke stereotype Botschaften verbreiten.

Das Museum ist in einem Gebäudekomplex in der Lindenstraße 9-14 untergebracht. Seine außergewöhnliche Architektur fasziniert durch das Zusammenspiel von Alt- und Neubau mit Glashof und Garten. Der Altbau von 1735 wurde bis zur Eröffnung des Museums im Herbst 2001 durch einen spektakulären Anbau des Architekten Daniel Libeskind ergänzt. Im September 2007 wurde die Immobilie durch einen Glashof vervollständigt. Zweifellos gehört das Jüdische Museum Berlin zu den ungewöhnlichsten Museen Deutschlands.

www.juedisches-museum-berlin.de