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Montag, 16.02.2015

Bergmannkiez: Ein homogenes Viertel mit sehr viel Charme

Eine der Perlen Alt-Berliner Architektur befindet sich nur wenige Fußminuten vom Viktoria Quartier entfernt. Das Viertel des Bergmannkiezes mit den vielen erhaltenen Gebäuden aus der Zeit um 1900 erstreckt sich über mehr als ein Dutzend Straßen und Plätze. Nach der in West-Ost-Richtung verlaufenden Bergmannstraße wurde das Viertel benannt. Die Straße ist nicht nur Namensgeberin, sondern auch Hauptversorgungsmeile und Treffpunkt für Kreuzberger, Berliner aus anderen Bezirken und Touristen. Durch die einheitliche und sanierte Bebauung hat das Ensemble aus der Gründerzeit magische Wirkung auch auf Film- und TV-Produktionen.

Ursprünglich befand sich das Gebiet vor der südlichen Stadtmauer Berlins und wurde jahrhundertelang überwiegend landwirtschaftlich genutzt. 1861 wurde es zusammen mit der Tempelhofer Vorstadt nach Berlin eingemeindet. In der planmäßigen Erschließung wurden neben Wohn- und Gewerbegebieten auch Bahnanlagen und militärische Nutzungen ausgewiesen. Die Nähe zu Berlin bewirkte, dass sich zahlreiche Ausflugslokale etablierten. Bis heute findet sich eine Fortsetzung dieser Tradition - im Bergmannkiez locken mehr Gastronomiebetriebe denn je ein breites Publikum an.