Dienstag, 10.05.2011

Nur der Name ist geblieben

Der Kreuzberger Urbanhafen war einmal ein Binnenhafen des Landwehrkanals. In den 1890er Jahren wurde er wegen des zunehmenden Lastschiffverkehrs angelegt und konnte in der Zeit der rasanten Bebauung Berlins vor allen Dingen als Umschlag- und Lagerplatz für Baumaterialien dienen.

Knapp zehn Jahre nach seiner Fertigstellung reichten die Kapazitäten des Hafens nicht mehr aus und die Planungen für den größeren Osthafen und den Westhafen begannen. Der Urbanhafen bot bei einer Länge von 560 Metern und einer Breite von 140 Metern eine Gesamtfläche von rund 50.000 Quadratmetern, davon etwa 30.000 Quadratmeter Wasserfläche.

In den 1950er Jahren war der Hafen bereits bedeutungslos, 1964 kam es zur Schließung. Große Teile wurden zugeschüttet und auf ein kleines Becken zurückgebaut. An Stelle der früheren Ladezonen entstanden eine öffentliche Uferpromenade und eine Grünanlage. Gastronomie- und Theaterschiffe erinnern heute noch ein wenig an die Zeit der ursprünglichen Bestimmung des Urbanhafens.