Dienstag, 31.03.2009

Die Eis-Saison hat begonnen

Ist es nicht jedes Jahr das Gleiche? Kaum scheinen die ersten Sonnenstrahlen, setzen wir uns die Sonnebrillen auf und treffen Freunde im Café um bei einem leckeren Eis gemütlich den Sommer einzuläuten.

Bereits vor 5000 Jahren kamen die Chinesen auf die Idee, Eis herzustellen. Das erste Eis, das hier genascht wurde, bestand aus Eis und Schnee von den Bergen, zerkleinerten Früchten, Honig, Rosenwasser und verschiedenen Gewürzen. Die Chinesen waren so begeistert von ihrer Kreation, dass sie hierfür sogar extra riesige Eislager anlegten. Etwa Tausend Jahre später machten es ihnen die alten Römer gleich: die römischen Kaiser beschäftigten Schnellläufer, die das Eis von den Apenninen zur Herstellung brachten. Auch in Indien wurde Eis gegessen. Das Eis, das dort verwendet wurde, stammte aus dem Himalaya. Mit dem Untergang des Römischen Reiches ging auch das Wissen über die Zubereitung eisgekühlter Speisen und Getränke verloren. Erst im 13. Jahrhundert wurde das Speiseeis in Europa wieder entdeckt. Verantwortlich dafür war Marco Polo, der die Rezepte von seinen Asienreisen mitbrachte. Damals war Speiseeis jedoch nur den reichen Bürgern vorbehalten. Das Eis kam von den Gletschern und musste im Sommer in tiefen, kühlen Kellern gelagert werden. Daher gab es diese Köstlichkeit nur recht selten. Wie Staatsgeheimnisse hütete man die verschiedenen Rezepte rund um die Luxusspeise. Mit der Erfindung der ersten Kältemaschine 1845 konnte die Verbreitung von Speiseeis jedoch nicht mehr aufgehalten werden.

Seit jeher tüfteln die Macher an neuen, leckeren, ausgefallenen Eissorten. Besonders ausgefallen sind die Sorten, die es bei Tanja Buchenwald in Kreuzberg gibt. Schon seit einigen Jahren trug die Berlinerin die Idee mit sich, einen Eissalon zu eröffnen, der zum Einen hochwertiges, selbsthergestelltes Speiseeis bietet und zum Anderen ein Treffpunkt und Kommunikationsort für die Kiezbewohner ist. Im März 2004 konnte sie mit dem Eissalon am Lausitzer Platz ihre Idee dann Wirklichkeit werden lassen. Sie schuf eine Eisdiele im klassischen Sinne, die es zu diesem Zeitpunkt noch nicht gab. Sie und ihre Mitarbeiter verwöhnen die Kunden seitdem mit kreativem Bio-Eis, heißen Waffeln, leckeren Kuchen, frisch gepressten Säften, italienschem Kaffee und köstlichen Suppen. Auf der großen, sonnigen Terrasse bietet das Café 60 Plätze zum Schlemmen und Genießen. Innerhalb des pinken Cafés befinden 30 Sitzplätze. Täglich sind bei Tanja Buchenwald etwa 24 Sorten Eis auf der Karte. Bei der Herstellung des Eises legt sie großen Wert auf die Qualität. Sie produziert das Speiseeis täglich frisch mit ausgewählten Zutaten. Außerdem hat sie durch die Selbstherstellung die Möglichkeit, mit kleinen „Gaumenexperimenten“ ihre Kunden zu überraschen. Die Vielfalt der Sorten in ihrem Salon ist einzigartig! Im Mai 2008 führte Frau Buchenwald ihre Maxime mit der Eröffnung des Bio-Eissalons Tanne B an der Marheineke Marktalle konsequent weiter. Neben den klassischen Milchspeiseeissorten wird hier eine einzigartige Auswahl von veganem Frucht- und Sojaeis angeboten. Die Fruchtsorbets zeichnen sich durch einen sehr hohen Fruchtanteil ohne Zugabe von Farbstoffen, Geschmacksverstärkern und Stabilisatoren aus. Außerdem haben sie einen weiteren Pluspunkt: sie sind absolut fettfrei! Im Gegensatz zu anderen vermeintlichen Bio-Eisdielen in Berlin, kommen bei Tanne B alle Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau. Durch das Bio-Siegel ist dies auch zertifiziert und durch regelmäßige Überprüfung garantiert. Bei Tanja Buchenwald wird den Kunden nie langweilig, schließlich lernen sie bei ihr die große Vielfalt des Speiseeises kennen. Dieses Jahr finden sich in der Eisvitrine Sorten wie „Chai Latte“, Ingwer, Matcha (Grüner Tee), Litschi, Sesam-Honig und Joghurt-Rose. Speziell in der Spargelsaison gibt es dann auch ein Spargeleis. Alles natürlich echtes Bio-Eis!